Jul

2010

Die THW-Chronik

Die nachfolgende Chronik wurde ursprünglich handschriftlich von Jochen von Arnim, dem langjährigem Referatsleiter Presseabteilung – THW-Leitung, geführt. Er legte den Grundstock der Chronik und verwendete diese als Grundlage für seine im Journal „Das Technische Hilfswerk“ erschienenen Serie „Lang war der Weg – Aus der Geschichte des Technischen Hilfswerks“.

Nach der Pensionierung von Herrn Von Arnim und Wegzug der THW-Leitung aus der Deutschherrnstraße wurde ein Großteil der Aufzeichnungen, über teils abenteuerliche Umwege, in den Bestand der THWhS überführt.

Die THWhS-Archivare haben die Chronik aufbereitet, in Teilen ergänzt und mit aktuellen Forschungsergebnissen versehen nachfolgend veröffentlicht.

 

24.07.1950 Otto Lummitzsch setzt sich mit dem Bundesinnenminister in Verbindung, er schlägt die Gründung einer technischen Hilfsorganisation vor.
03.08.1950 Auf Anforderung des Bundesinnenministeriums erstellt Otto Lummitzsch den Entwurf einer Richtlinie für die Tätigkeit eines „Technisch-wirtschaftlichen Stabes“ zur Durchführung der Vorarbeiten für einen Technischen Hilfsdienst.
22.08.1950 Auf Grundlage der Richtlinie wird Otto Lummitzsch der mündliche Auftrag erteilt mit dem sofortigen Aufbau eines zivilen Ordnungsdienstes zu beginnen. Dieser Tag gilt seither als offizieller Gründungstag des Technischen Hilfswerks.
06.09.1950 Lummitzsch fordert erstmals Mittel zur Errichtung seiner Dienststellen im BMI an.Der auszugsweise Wortlaut des Schreibens lautet:„Unter Bezugnahme auf den mir erteilten Auftrag vom 22.08.1950 überreiche ich als Anlage eine Übersicht über den Monat September…“
12.09.1950 Der Bundesminister des Inneren bestätigt mit Schreiben vom 12.09.1950 den Auftrag vom 22.08.1950.Der auszugsweise Wortlaut des Schreibens lautet:„Unter Bezugnahme auf die Unterredung vom 22.08.1950 beauftrage ich Sie mit den vorbereitenden Arbeiten für die Aufstellung eines Zivilen Ordnungsdienstes.“
26.09.1950 In einem Aktenvermerk wird der Haushalt des „Technischen Hilfswerks“ festgelegt. Da eine entsprechende Gesetzesgrundlage fehlt wird überlegt das THW als eingetragenen Verein zu führen. Der neue Haushaltsvoranschlag wird für den Zeitraum von 22.08.1950 bis 31.03.1951 erstellt.
25.11.1950 Der Plan ein „Technisches Hilfswerk“ als eingetragenen Verein zu gründen, wird wegen der Klärung verschiedener Rechtsfragen vorerst zurückgestellt.
1951 Die neue Organisation erhält die Bezeichnung Technisches Hilfswerk (THW) auf Vorschlag von Erich Hampe, dem ehemaligen stellvertretenden Leiter der Technischen Nothilfe
Frühjahr 1951 Bundesinnenminister Dr. Robert Lehr erörtert mit den Vertretern der Bundesländer, der Arbeitgeberverbände und der Gewerkschaften die Aufstellung eines technischen Hilfswerkes.
Sommer 1951 In rund zweihundertfünfzig Orten gibt es Ansprechpartner für die in der Vor-Gründungsphase befindlichen Ortsverbände. Freiwillige, die als Helfer mitarbeiten wollen, werden erfasst. Erhebliche Schwierigkeiten gibt es bei der Suche nach Räumen zur Aufnahme von Ortsverbänden und Landesverbandsdienststellen.
Herbst und Winter 1951 Noch vor dem ersten offiziellen Tätig werden des Technischen Hilfswerkes beginnen die ersten Ortsverbände  – erwähnt sei hier beispielhaft Lübeck unter der rührigen Max Brunisch Edler von Brun, mit ihrer Arbeit.
20.10. 1951 Die im Aufbau befindliche Organisation führt nunmehr offiziell der Namen „Technisches Hilfswerk“
1952 Formierung des Technischen Hilfswerks auf Landesebene
01.01. 1952 Der THW-Ortsverband München bildet sich.
Frühjahr 1952 Otto Lummitzsch erhält vom Bundesminister des Inneren die Vollmacht, im Rahmen des inzwischen aufgestellten Wirtschaftsplanes das Technische Hilfswerk endgültig aufzustellen , einsatzbereit zu machen und hierzu die vorgesehenen Landes- und Ortsverbände einzurichten, Helfer anzuwerben, sowie hauptamtliches Personal einzustellen. Vom Bundesminister des Inneren werden am 01.07.1952die vorläufigen Richtlinien für das Technische Hilfswerk vom 27.05.1952 in Kraft gesetzt. Damit ist das Technische Hilfswerk als nachgeordnete Dienststelle des Bundesministeriums des Inneren voll handlungsfähig.Seit April/Mai sind die Dienststellen der Landesbeauftragten hauptamtlich besetzt; die Hauptstelle des Technischen Hilfswerks zieht am 16. Juni 1952 von Bonn nach Koblenz, wo es seit dem 2. März einen Ortsverband gibt.
15.06.1952 Das Technische Hilfswerk hat jetzt einen Helferbestand von 3000 freiwilligen.Der THW Landesverband Nordrhein-Westfalen verzeichnet den ersten Einsatz anlässlich eines Rheinhochwassers.
07.08.1952 Der Direktor des THW gibt den Landesauftragten die Stiftung der goldenen Helfernadel (THW-Helferzeichen in Gold) bekannt. Es handelt sich um eine Art Vereinsauszeichnung , die zwar auch an Außenstehende verliehen wird, jedoch nicht dem Ordensgesetz unterliegt. Das Helferzeichen ist dennoch angesehen und begehrt.
15.10.1952 Das Technische Hilfswerk gibt einen „Informationsdienst „ mit einer Startauflage von 3.000 Exemplaren heraus, um über Medien und Multiplikatoren die Öffentlichkeit zu informieren. Die Auflage wird bis 1954 auf 12.500 Exemplare gesteigert
19.12.1952 In einer Besprechung im BMI/THW wird erörtert, die Zahl der Ortsverbände (vorgesehen und zurzeit existent) von 754 auf ca. 400 zu reduzieren (ca. 755 Ortsverbände waren zuvor 1950/51 vom Minister gewünscht worden.
1953 THW-Einsatz in den Niederlanden gegen die Folgen der Springflutkatastrophe als erster bedeutender Einsatz
07.02.1953 Die Sturmflutkatastrophe in Holland vom 1. Februar führt zum ersten überörtlichen und zugleich ersten Auslandseinsatz des jungen THW-Mannschaften aus den Landesverbänden Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen werden in das Nachbarland entsandt, wo sie sich mit anderen ausländischen Einheiten an Schutz- und Bergungsarbeiten beteiligen. Erstmalig halfen Deutsche nach dem Zweiten Weltkrieg über die Grenze hinweg. Der Einsatz der Mannschaft des THW verläuft erfolgreich, er wird deshalb für weitere Bergungs- und Aufräumungsarbeiten bis zum 20. März verlängert.Der Einsatz des THW hat ein unerwartetes Echo; die Anzahl der Helfer steigt sprunghaft bis zum Jahresende auf 27.000 an. Otto Lummitzsch sieht sich in der Richtigkeit seiner Idee von einem technischen Hilfswerk bestätigt.
1953 Die THW-Schule Marienthal beginnt mit der Lehrgangsarbeit unter Leitung von Georg Feydt
09.03.1953 Die in einem ehemaligen Klostergebäude in Marienthal bei Ahrweiler eingerichtete Bundesschule nimmt ihre Lehrtätigkeit auf.
1953 Mit Erlass des Bundesministers der Inneren erhält das THW nunmehr die Rechtsform einer selbständigen, nicht rechtsfähigen Bundesanstalt, der folgende Aufgaben bestätigt werden:-          Leistung technischer Hilfe bei Katastrophen und Unglücksfällen größeren Ausmaßes-          Leistung technischer Hilfe im zivilen Luftschutz-          Leistung technischer Hilfe bei der Beseitigung von öffentlichen Notständen, durch welche die lebenswichtige Versorgung der Bevölkerung, der öffentliche Gesundheitsdienst oder der lebensnotwendige Verkehr gefährdet werden, sofern alle anderen hierfür vorgesehenen Maßnahmen nicht ausreichen.Das THW erhält folgende Struktur:-          Direktor (hauptamtlich)-          Landesbeauftragte (hauptamtliche Kreisbeauftragt blieben nur vorgesehen)-          Ortsbeauftragte (ehrenamtlich)-          Geschäftsführer (hauptamtlich nur bei großen Ortsverbänden
25.08.1953 Das Technische Hilfswerk erhält durch Erlass des Bundesministers des Inneren den Status einer nicht rechtsfähigen Bundesanstalt. Dieser Schritt ist notwendig geworden, weil der ursprüngliche  Plan, der nicht weiterverfolgt werden kann dem THW die Rechtsform eines eingetragenen Vereins zu geben, aus verschiedenen Gründen nicht weiterverfolgt werden kann. Damit hat das Technische Hilfswerk jetzt eine amtliche, aber wie sich später noch zeigen wird, keine ausreichende Rechtsgrundlage.
1954 Die besondere THW-Schule für Technische Dienste wird in Kiel-Wik in Betrieb genommen
1954 3000 THW-Helfer im Einsatz bei der Überschwemmungskatastrophe im bayerischen Voralpengebiet
1954 Gegen Schäden infolge einer durch die Elbe laufenden Hochwasserwelle – 375 Helfer im Einsatz
04.01.1954 Bei einer Sturmflut werden die Ortsverbände Bad Schwartau, Eutin und Lübeck auf Anforderung der Behörden eingesetzt. Auch andere Ortsverbände im ganzen Bundesgebiet sind aus unterschiedlichen Anlässen bereits vielfach zum Einsatz gekommen. Diese Einsätze bei Sturm, Hochwasser, Unglück oder Unfall haben die Aufbauarbeit des THW sehr gefördert. Hinzu kommt, dass das THW seit dem Winter 1952/53 über die ersten Fahrzeuge – 1,5-Tonnen Matador mit Spezialaufbau und entsprechender Geräteausstattung verfügt und dadurch die Leistung effektiver wird.
26.04.1954 Die Fachtechnische Schule des THW in Kiel-Wik nimmt den Lehrbetrieb auf. Diese Schule ist in ehemaligen Marinegebäuden nach halbjähriger Vorbereitungszeit eingerichtet und wird vom THW-Landesverband Schleswig-Holstein betreut. Im ersten Jahr werden 421 Teilnehmer in 15 Lehrgängen an Dampfmaschinen, großen Diesel- und Elektromotoren, Gebläsen, Pumpen usw. ausgebildet. Die Lehrgänge an dieser Schule werden von den THW-Helfern der ersten Stunde als besonders wichtig angesehen.
26.04. 1954 Hamburger THW-Helfer errichten eine 20-Tonnen Fußgängerbrücke im Hamburger Stadtpark.
08.07.1954 Eine Überschwemmungskatastrophe in Ober-und Niederbayern sowie in der Oberpfalz macht für 10 Tage den Einsatz von 3.000 THW-Helfern aus 23 bayerischen Ortsverbänden, verstärkt durch motorisierte Bereitschaftszüge aus den Landesverbände Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Berlin notwendig. Diese überregionale Unterstützung hat der Bundesminister des Inneren dem Freistaat Bayern angeboten. Dies ist der erste Grosseinsatz des THW für den Bundesinnenminister Dr. Gerhard Schröder schriftlich dankt und den guten Geist und die Einsatzbereitschaft des THW lobt.Fast gleichzeitig muss das THW im Niederelbegebiet eingesetzt werden, wo eine Flutwelle schwere Schäden anzurichten droht.
August 1954 Das THW gibt eine eigene Monatszeitschrift mit dem Titel „ Das Technische Hilfswerk“ heraus. Die Auflage liegt bei 10.000 Exemplaren.
31.12.1954 Die Zahl der THW-Helfer erreicht nahezu 40.000.
1955 Gegen Schäden infolge einer durch die Elbe laufenden Hochwasserwelle – 375 Helfer im Einsatz
1955 Das Handbuch des Technischen Hilfswerks – ein Hauptteil mit ‘Sonderteilen – kam, mit einem Vorwort des Direktors Lummitzsch heraus, um eine Richtschnur für Dienst, Einsatz, Ausbildung und Werbung des THW zu geben.
Januar 1955 Hochwasser des Rheins erfordert den Einsatz von 800  THW-Helfern aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.
18.04.1955 Der Gründer und erste Direktor des Technischen Hilfswerks, Otto Lummitzsch wird durch den Bundesminister des Inneren in Koblenz verabschiedet. Vom Bundespräsidenten für seine hervorragenden Verdienste mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet, übergibt Lummitzsch sein zweites Lebenswerk – das erste war die technische Nothilfe – an seinen Nachfolger Dr. Ing. Alexander Löfken.
1955 Auf Initiative und unter der Leitung des Ortsbeauftragten des THW-Ortsverbandes Freiburg im Breisgau, Stadtrat Willy Jäger, veranstalten Deutsches Rotes Kreuz, Feuerwehr, Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, Bergwacht und Technisches Hilfswerk – beispielgebend für andere Städte – erstmalig einen „Tag des freiwilligen Helfers“.
31.12.1955 Die Helferzahl beläuft sich jetzt auf 43.000 in 390 Ortsverbänden.Die Hauptstelle gibt das Handbuch des THW 1955 heraus. Es dienst in erste Linie den Ortsverbänden als grundlegende Information über Aufbau, Aufgaben und Arbeiten. usw.
1956 Das THW beschafft unter anderem-          5 Gerätekraftwagen für die Landesverbände Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern.-          1 Kombi-Kraftwagen für die Hauptstelle-          1 Motorstahlboot für den Landesverband Nordrhein-Westfalen-          25 Mopeds für Ortsverbände in Städten von 20.000 – 50.000 Einwohnern-          26 Fahrräder für Ortsverbände in Städten unter 20.000 Einwohnern-          7 Gerätesätze „B“ für BergungsdienstZusammen mit 2.500 neuen Arbeitsanzügen verfügt das THW nunmehr über 19.000 Arbeitsanzüge für rund 50.000 Helfer.Die Bundesanstalt für zivilen Luftschutz veranstaltet 5 Sonderlehrgänge für Führungskräfte im THW.Der Altersaufbau der THW-Helferschaft ergibt bei etwa 45.000 aktiven Helfern in den Einsatzeinheiten folgendes Bild.- bis zu 25 Jahren                            43 %- 25 – 38 Jahre…………………….29 %- über 38 Jahre                                 28 %In der Bundesschule des ‚THW in Marienthal werden in 36 Lehrgängen 1.093 Helfer geschult. Die Mehrzahl der Lehrgänge ist der Ausbildung von Führungskräften, der Rest der technisch-fachlichen Ausbildung wie z. B. dem Rohrleitungsbau, Brückenbau, Verlegen von Freileitungen, Schweißen und Sprengen gewidmet. Die Technische Schule Kiel-Wik führt 10 Lehrgänge mit 199 Teilnehmern durch.
10. ‘Februar 1956 Otto Lummitzsch feiert seinen70. Geburtstag in Bonn. Er wird mit der Ehrenplakette des Technischen Hilfswerks ausgezeichnet.
Februar/März 1956 Zahlreiche Ortsverbände aus den West- und Südwestdeutschen Landesverbänden, aus Bayern allein 20 werden gegen Eis und Hochwasser eingesetzt.
Juli 1956 Starke Überschwemmungen, durch Regen verursacht, führen zu Schäden in Niedersachsen, ‚Westfalen, Nordhessen und in Bayern. Das THW wird vielfach eingesetzt.
24.11.1956 Für Ungarnflüchtlinge werden Unterkünfte benötigt. Aus 13 Ortsverbänden helfen 40 THW-Helfer bei der Errichtung von 29 Gebäuden im Camp Roeder bei Salzburg. Dieser zweite nennenswerte Auslandseinsatz dauert bis zum 15. Dezember.
1956 Der US Sergeant First Class Arthur O. P. Brasgalla wird als erster Ausländer Helfer des THW-Ortsverbandes Passau. Er hat sich um das THW, insbesondere aber um die Stadt Passau verdient gemacht.
1957 Der Aufbau des Luftschutzhilfsdienste (LSHD) wird gesetzlich festgelegt, das THW wird wie die Feuerwehr, das Deutsche Rote Kreuz und andere Verbände eine Basisorganisation des LSHD und hat dafür LSHD-Einheiten aufzustellen
1957 Die Vorbereitungen für einen Aufbau des THW im Saarland werden eingeleitet.Die Unterkunftssituation des THW ist als unzureichend zu bezeichnen. Von 392 THW-Ortsverbänden verfügen 308 über nicht geeignete Räumlichkeiten. Außerdem müssen, wie auch im Vorjahr, Kasernenunterkünfte für die im Aufbau befindliche Bundeswehr frei gemacht werden.
31.03.1957 In Ludwigshafen-Oggersheim sprengt das THW einen über hundert Jahre alten 62 m hohen Schornstein.
06.07.1957 Durch Erlass des Bundesministers des Inneren wird die Bundesdienststelle für zivilen Bevölkerungsschutz errichtet, um Bundesaufgaben auf diesem Gebiet zusammen zu fassen. Hierin eingeschlossen ist auch das THW.
09.10.1957 Das erste Gesetz über Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung regelt unter anderem auch die Mitarbeit des THW neben anderen Organisationen im Luftschutzhilfsdienst.
November 1957 Ein Dammbruch auf dem Gelände des Piesberger Steinbruchs bei Osnabrück führt zu einer Schlammkatastrophe. Neben Feuerwehr und Deutschen Roten Kreuz leistet das THW Bergungsarbeiten.
1958 Als elfter Landesverband des THW wird der Landesverband Saarland gegründet; das THW ist damit bundesweit vertreten.
1958 Es bestehen zu dieser Zeit 412 Ortsverbände mit 52.500 freiwilligen Helfern
1958 THW-Einsatz beim Unglück der Zahnradbahn am Drachenfels
1958 Durch Gesetz wird das Bundesamt für zivilen Bevölkerungsschutz – das spätere ‘Bundesamt für Zivilschutz – errichtet; die Leitung des THW wurde als eine Abteilung in das Bundesamt eingeführt, die Spitzenkräfte werden später in das Beamtenverhältnis übernommen.
21.01.1958 Das THW beginnt mit dem Aufbau eines Landesverbandes im Saarland, das seit 1957 zur Bundesrepublik Deutschland gehört.
06.05.1958 Als erster THW-Ortsverband im Saarland startet St. Ingbert.
31.05.1958 Der Nachfolger von Direktor Otto Lummitzsch Dr. Ing. Alexander Löfken tritt mit 67 Jahren in den Ruhestand. Unter seiner Leitung hat sich das THW vergrößert und verbessert; der Helferbestand beträgt jetzt 52.000. Löfken wird mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
01.08.1958 Dr. Ing. Rudolf Schmid, bisher THW-Landesbeauftragter für Baden-Württemberg, wird neuer Direktor des Technischen Hilfswerkes.
14.12.1958 Ein Zug der Drachenfelsbahn bei Königswinter /Rhein entgleist. Das schwere Unglück fordert 17 Tote und 81 Verletzte. THW-Helfer aus Bonn-Beuel, Feuerwehr und Deutsches Rotes Kreuz leisten Hilfe. Das THW Baut für die Staatsanwaltschaft Maschinenteile zur Untersuchung aus.
05.12.1958 Durch Gesetz wird das Bundesamt für zivilen Bevölkerungsschutz errichtet. Es tritt an die Stelle der Bundesdienststelle für zivilen Bevölkerungsschutz. Die Leitung des THW wird mit dem neuen Amt organisatorisch verbunden. Das THW ist nun vom Bundesamt abhängig und in seiner Weiterentwicklung gehemmt.
1959 In der Schule Hoya beginnt die übernommene Ausbildung für den vorübergehend im Verbund mit dem THW aufgestellten Schwimmbrückendienst
Juli 1959 Die vom THW 1957 begonnene Schaffung einer Schule für den Wasserdienst ist beendet. Die Schule in Hoya an der Weser nimmt den Ausbildungsbetrieb auf. Bis Ende 1970 werden hier 8405 Helfer an Booten, Pontons, Fähren und Brücken ausgebildet.
1959 Mit Erlass des Bundesministers für Wirtschaft werden Unternehmen der öffentlichen Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Betriebe des Abwasserwesens gebeten, die Arbeit des THW zu unterstützen.
1959 Großeinsatz des THW-Bergungsdienstes nach Gasexplosion in Dortmund- Aplerbeck
1960 Es entsteht die Zentrale Ausbildungsstätte des Bundes für den Luftschutzhilfsdienstes (LSHD), angelehnt an die Bundesschule des THW in Marienthal
1960 THW-Helfer in Marokko, Agadir, für Bergungshilfe nach Erdbebenkatastrophe.
12.03.1960 Nach dem Erdbeben von Agadir werden 4 Fachleute vom THW, Werner Landauer, Ortsbeauftragter für Pforzheim, Otto Zweig, Ortsbeauftragter für Dortmund, Paul Kaesberg, Schule Marienthal und Günter Wünsche, Landesverbandsdienststelle Düsseldorf als Berater der marokkanischen Regierung in das Schadensgebiet entsandt Sie befassen sich bis zum 11. April mit den Aufgaben Bergung und Wiederaufbau.
23.06.1960 Nach dem Erdbeben vom 22. Mai in Chile wird Dipl. Ing. Erich Schulz, THW-Landesbeauftragter für Nordrhein-Westfalen, als Mitglied einer Berater Kommission für 69 Tage , in die Provinz Llanguihue entsandt.
30.09.1960 Die Fachtechnische Schule des THW in Kiel-Wik muss wegen der bevorstehenden Nutzung der Gebäude durch die Bundeswehr ihren Betrieb einstellen. Insgesamt 1796 THW-Helfer, aufgeteilt auf 90 einwöchige Lehrgänge, verdanken dieser angesehenen Schule fachtechnisches Wissen.
Anfang Dezember 1960 Stürme und Regen führen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu einer Reihe von Einsätzen des THW, vor allem zur Bekämpfung des Hochwassers.Der siebzehnjährige THW-Helfer Uwe Augstein vom Ortsverband Bottrop, Bergknappe, Leistet an drei Tagen 30 Stunden vorbildliche Einsatzarbeit und fährt außerdem noch eine Schicht unter Tage.
1961 Die THW-Schule für Technische Dienste wurde von Kiel nach Moers verlegt.
21.02.1961 Bei einer Wasserdienstausstellung in Hoya an der Weser verunglücken die THW-Helfer Hans Obmann und Jochen ‚Wagner tödlich.
13.03.1961 Die vom Technischen Hilfswerk als Ersatz für die Fachtechnische Schule Kiel-Wik in Moers neu eingerichtete Schule nimmt mit dem ersten Lehrgang ihren Betrieb auf.
28.03.1961 Ein tschechoslowakisches Verkehrsflugzeug stürzt bei Forchheim/Franken ab. Alle 52 Insassen der Maschine sind tot. Das THW ist fünf Tage im Einsatz, um die Toten zu bergen, bei der Identifizierung der Opfer zu helfen und Trümmer aufzuräumen.
10.05.1961 Bundesinnenminister Dr. Gerhard Schröder stattet dem Technischen Hilfswerk einen Besuch ab. Er wird von dem Direktor des THW Dr. Ing. Rudolf Schmid, über den bisherigen Aufbau der Organisation informiert und spricht mit ehrenamtlich und freiwillig tätigen THW-Helfern über ihre Anliegen, zu denen n auch die berechtigte Forderung nach einer eigenen Dienstbekleidung – neben den Arbeits- und Einsatzanzügen – gehört.
10.05.1961 Bei einem Frontalzusammenstoss zweier Züge in Esslingen-Mettingen sterben 35 Personen, etwa 100 werden verletzt. THW-Helfer aus 6 Ortsverbänden sind zwölf Stunden intensiv mit Bergungsarbeiten befasst.
Juni 1961 Lang anhaltender Regen macht in der Folgezeit den Einsatz der THW-Ortsverbände Gunzenhausen, Eichstätt und Treuchtlingen erforderlich, um zunächst noch lebende Fische, später Fischkadaver aus dem Überschwemmungsbereich der Altmühl zu bergen.
15.06.1961 Für eine erste Feuerwehr-Olympiade errichten THW-Helfer in Bad Godesberg ein Zeltlager für 600 ausländische Feuerwehrmänner. Die Zelte werden mit Licht und elektrischen Anlagen ausgestattet.Das THW beteiligt sich erstmals an der internationalen Fachmesse und Ausstellung „INTERSCHUTZ – Der Rote Hahn“ in Köln. Technischer Dienst, Wasserdienst mit Schwimmbrückenbau stehen bei der Präsentation des THW im Vordergrund.
19.07.1961 Für den 10. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin übernehmen THW-Helfer der Bezirksverbände in Berlin den Aufbau und den Betrieb der gesamten zusätzlichen Fernmeldeeinrichtung mit Fernsprechern und Sprechfunkgeräten. Sie leisten damit der Einsatzleitung des Kirchentages und dem Sanitätsdienst der Johanniter-Unfallhilfe eine wichtige Unterstützung.
Sommer 1961 Zur Vermeidung von Gefahren für Ausflügler und Rinder zieht das THW Kempten eine etwa 1.500 m² große und merkwürdigerweise nicht fest mit dem Untergrund verbundene Insel 500 Meter weit durch das Wasser zu einem ungefährlichen Platz.
30.09.1961 Dr. Ing. Rudolf H. Schmid beendet seine Tätigkeit als Direktor des THW
1962 Großeinsatz des THW zur Rettung und Bergung von Menschen und Gütern nach Sturmflutkatastrophe in Hamburg und an der deutschen Nordsee-Küste
16.02.1962 Eine Sturmflutkatastrophe in seit Jahrhunderten nicht mehr gesehenen Ausmaßes sucht die Freie und Hansestadt Hamburg heim und richtet auch in Schleswig-Holstein, an der Küste Niedersachsens und in Bremen Schäden an und bedroht Menschen und Tiere. Allein in Hamburg sind mehr als 300 Tote zu beklagen. Neben Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter-Unfallhilfe, Deutscher Lebensrettungsgesellschaft und in starkem Maße auch Bundeswehr und anderen Helfern kommt das THW aus fünf Landesverbänden zum Einsatz. In 237 Einzeleinsätzen werden Deichsicherungsarbeiten, Bergungs- und Schadensbekämpfungsmaßnahmen unterschiedlicher Art durchgeführt. Es ist von der Helferanzahl her gesehen der bisher größte Einsatz des THW.
01.04.1962 Als Nachfolger von Dr. Ing. Rudolf H. Schmid wird Dipl. Ing. Hans Zielinski Direktor des THW. Als Leitender Mitarbeiter eines Energieversorgungsunternehmens bringt er einschlägige Fachkenntnisse für seine neue Aufgabe mit.
1963 Nach Erdbeben in Jugoslawien (Skopje) mehrwöchiger Einsatz von THW-Helfern zur Errichtung von Behelfsunterkünften.
30.06.1963 Nach einem Erdbeben hilft das THW in Jugoslawien. In Skopje werden Fertighäuser errichtet. An dem Einsatz, der 93 Tage dauert, sind in sich ablösenden Mannschaften 238 THW-Helfer im Einsatz.
1963 Vielfältige Mithilfe durch 100 THW-Helfer bei der Bergung nach Grubenunglück in Lengede.
1964 Teilnahme an einer Rhein-Übung bei Leverkusen mit 120 Übersetzfahrten (drei 2 x 8-Tonnen Fähren) des Schwimmbrückendienstes
31.12.1964 Das THW hat jetzt 482 Ortsverbände , 28.900 Helfer verfügen über eine abgeschlossener Grundausbildung. Die Schulen des THW haben mit 200 Lehrgängen einen Zulauf von 3.000 Helfern. „Das Technische Hilfswerk“ erscheint seit 10 Jahren (Auflagenhöhe 22.000 Exemplare). Fertig gestellt wird der Film „Die Erde bebte“ – ein Dokumentarfilm
1965 Einsatz des THW bei Lawinenunglück auf der Zugspitze
1965 Über den Erdbebeneinsatz in Skopje.
1965 Die THW-Schule Marienthal und LSHD-Schule ziehen von Marienthal nach Ahrweiler
1965 Die Aufstellung von einer begrenzten Anzahl von Jugendgruppen (Alter 12 – 17 Jahre) bei bestimmten THW-Ortsverbänden wird zur Nachwuchsförderung genehmigt.
1966 In Bentheim wird von THW-Helfern ölverseuchte Erde mit der Sauerstofflanze ausgebrannt.
1966 Sprengung des alten Wasserhochbehälters auf dem ‚Giersberg bei Siegen.
1966 THW-Helfer werden im türkischen Erdbebengebiet eingesetzt.
1966 Großübung des THW-Bergungs- und Wasserdienstes sowie des Versorgungsdienstes bei Petershagen an der Weser; Bundesinnenminister Lücke bekundete das Vertrauen, das die Arbeit der THW-Helfer verdient und kündete eine organisatorische Verselbständigung des THW an, zu der es dann nicht kam.
1966 Nach einer Naturkatastrophe im Raum Belluno-Florenz hilft das THW bei Aufräumungsarbeiten und beim Behelfsbrückenbau
1967 An 17 Sonnabenden bauen THW-Helfer eine schwere Holzbrücke über den Schlossgraben des Schlosses Dyk bei Düsseldorf.
1968 Das neue Gesetz über die Erweiterung des Katastrophenschutzes (KatSG) gliedert die Einheiten des Luftschutzhilfsdienstes, der aufgelöst wurde, in die zuständigen Basisorganisationen ein und regelt vor allem die Verantwortlichkeit der Hauptverwaltungsbeamten auf der Kreisebene im Hinblick auf den zivilen Bevölkerungsschutzes in einem Verteidigungsfall.
1968 Mit dem KatSG wird die schon früher eingeführte Regelung konsequent bestimmt, nach der Helfer , solange sie dem KatS durch Dienst in einer Organisation zur Verfügung stehen, bei anzuerkennenden Voraussetzungen vom Dienst in der Bundeswehr befreit werden können.Für einige Helfer gerät dadurch die absolute Freiwilligkeit zur Mitarbeit im THW in die Fassung einer relativen Freiwilligkeit, zu deren Eigenarten eine Befristung von 10 Jahren gehörte und gehört
24.06.1968 Das Gesetz über die ‚Erweiterung des Katastrophenschutzes wird verabschiedet. Es ist die Grundlage des von den Ländern gemeinsam getragenen Katastrophenschutzes. Ab jetzt nimmt das THW insbesondere den Bergungs- und Instandsetzungsdienst als Fachdienst des erweiterten Katastrophenschutzes wahr. Der Luftschutzhilfsdienst wird durch Überführung der Einheiten aufgelöst. Dadurch entfällt zum Beispiel eine Doppelmitgliedschaft eines Helfers in seiner Organisation und im Luftschutzhilfsdienst. Für das THW ergibt sich eine bessere ‚Arbeitsbasis.
1969 Bau von Feldhäusern durch das THW nach Erdbeben in Banja-Luka (Jugoslawien)
29.12.1969 Nach einer Überschwemmungskatastrophe vom Herbst werden THW-Helfer aus Baden-Württemberg, Niedersachsen und dem Saarland in Tunesien eingesetzt. Sie errichten dort sechs Straßenbrücken aus Fertigteilen des Systems Bailey und unterweisen einheimisches Personal in der Handhabung dieses Brückenbaugerätes. Der Einsatz der 67 THW-Helfer wird von der tunesischen Bevölkerung außerordentlich begrüßt, nicht zuletzt, weil die Deutschen aus der Zeit von 1942/43 in guter Erinnerung sind. Das Brückenbaugerät wird zum Zweck weiterer Verwendung dem Land überlassen.
1970 THW-Helfer errichten sechs Behelfs-Straßenbrücken in Tunesien für durch Regenfluten zerstörte Übergänge.
1970 Bergungseinsatz des THW in der Türkei nach Erdbeben.
1970 Bergungseinsätze nach Zugunglücken bei Celle und Alfeld
1971 In Ahrweiler wird die Katastrophenschutzschule des Bundes (KSB) unter Einbeziehung der THW-Schulen errichtet Die Schule Hoya/Weser für wasserdienstliche Ausbildungen wird Außenstelle der KSB.
30.06.1971 Die Zeitschrift „Das Technische Hilfswerk“ muss auf Weisung mit dem 18. Jahrgang ihr Erscheinen einstellen. Die Zeitschrift des Bundesverbandes für den Selbstschutz, das „Zivilschutz-Magazin“ soll die publizistische Aufgaben für das THW insoweit mit übernehmen.
1971 Bundespräsident Dr. Gustav Heinemann besucht das THW in Dortmund und würdigte die Leistung der in 560 Ortsverbänden erfassten 70.000 Helfer als eine beispielhafte Bürgerinitiative.
17.03.1971 Bundespräsident Dr. Gustav W. Heinemann besucht das Technische Hilfswerk in Dortmund. Stellvertretend für 70.00o THW-Helfer in 565 Ortsverbänden geben die 450 THW-Helfer aus Dormund den Gästen und der zahlreich vertretenen Presse eine Überblick über Ausstattung und Einsatzmöglichkeiten ihrer Organisation. Eine kurze Fahrt mit einer 50-Personen-Fähre, Vorführungen mit Geräten, darunter eine Trinkwasseraufbereitungsanlagen, eine angeregte Diskussion mit den THW-Helfern und ein gemeinsames Mittagessen mit Ansprachen des Bundespräsidenten, des THW-Ortsbeauftragten Walter Derwald und des Direktors des THW, Erhard Schmitt waren Höhepunkte dieses für das THW überaus wichtigen Besuches.
17.07.1971 Das THW beteiligt sich an der ersten Großveranstaltung des neuen, bundeseinheitlichen Katastrophenschutz in Gifhorn. Über 1.000 Helfer aller Fachdienste präsentieren ihre Aufgaben der Öffentlichkeit.
1971 Der erste THW-Bundeswettkampf wird in Worms ausgetragen, die Siegergruppe erhält einen vom Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher gestifteten Pokal.
23.10.1971 Auf Anregung von Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher veranstaltet das THW zur Verstärkung der Ausbildung den ersten Bundeswettkampf. In Gegenwart des Ministers und zahlreicher weiterer Gäste kämpfen Mannschaften aus den elf Landesverbänden um den Bundespokal. Sieger der Ortsverband Saarbrücken. Der Wettkampf hat ein gutes Presseecho. Ein weiterer Versuch seitens der Helferschaft, die Verselbständigung der Bundesanstalt zu erreichen, ist nicht erfolgreich.
1971 Grosse THW-Aktion „Sauberes Rheinufer für den Umweltschutz
22.07.1971 Zur Planung und Durchführung von Sanitärinstallationen in Flüchtlingslagern werden 8 THW-Helfer nach Indien gesandt. Ihr Einsatz dauert 89 Tage.
1972 Die Verwaltungsvorschriften zum Katastrophenschutzgesetz des Bundes werden erlassen. Hiernach wird das THW, wie die anderen anerkannten Hilfsorganisationen in die Aufgaben- und Organisationsvorgaben der öffentlichen Hand entsprechend dem KatSG einbezogen. Dies hatte eine Reihe von organisationsinternen Umstellungen und Anpassungen zur Folge. Vom THW waren nunmehr in der Hauptsache gegliederte Einheiten der KatS-Fachdienste Bergung und Instandsetzung mit vorgeschriebenen Aufgaben und Ausstattungen aufzustellen und auszubilden.
1972 Einsatz nach schweren Unwetterschäden in Stuttgart
Juni 1972 Zum zweiten Mal ist das THW auf der internationalen Brandschutz-Messe und Fachausstellung  „INTERSCHUTZ – Der Rote Hahn“ vertreten. Auf dem großflächigen Stand in Halle 8 der Frankfurter Messe bietet das THW mit unsinkbaren Pontons aus Aluminium, eine Trinkwasseraufbereitungsanlage und einen Autokran, sondern auch den Prototyp eines neu entwickelten Gerätekraftwagens, der als „GKW 72“ beschafft wird. Das Fahrzeug hat mit 9,5 Tonnen Gesamtgewicht und 130 PS Motorleistung erheblich mehr zu bieten als die Gerätekraftwagen der ersten Generation.Auch Bundesinnenminister Genscher gehört zu den interessierten Besuchern. Er ist sichtlich überrascht über die Fähigkeit der THW-Helfer, mit der Trinkwasseraufbereitungsanlage aus Mainwasser einen „Klaren“ zu produzieren.
1973 Bundeswettkampf des THW in Mülheim/Ruhr; Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher stellt den zusätzlichen Wert der THW-Einsatzbereitschaft zur Bekämpfung der Not auf den Strassen heraus und würdigte die staatsbürgerliche Bedeutung der freiwilligen Mitarbeit.
03.11.1973 Bundeswettkampf des THW in Mülheim/Ruhr. Es geht um Aufgaben aus dem Bereich des Instandsetzungsdienstes. Die Mannschaft des Ortsverbandes ???? erringt den vom Bundesinnenminister gestifteten Pokal.
1973 Bergungs- und Räumungsarbeiten nach Flugzeugabsturz bei Twistringen.
1973 Das Helferstatut der Bundesanstalt THW tritt in Kraft
27.11.1973 Zur Bekämpfung von Folgen einer Dürrekatastrophe in der Sahelzone werden THW-Helfer in Äthiopien eingesetzt. Sie bauen Sanitätscamps, Gesundheitsstationen, Zisternen und transportieren Getreide und Zelte.
1974 Die Katastrophenschutzschule des Bundes KSB – einschließlich des THW-Bereiches erhält neue eigene Liegenschaften in Ahrweiler.
1974 Das Bundesamt für Zivilschutz (BZS) gibt den gedruckten Entwurf der Musterausbildungspläne (MAPl) für den KatS-Instandsetzungsdienst heraus.
1974 Wasserausbruch aus ehemaligem Bergwerk (Barsinghausen) eingedämmt; Instandsetzung des Wasser-Versorgungssystems eines benachbarten Großbetriebes (‚Teves-Thompson)
1974 Der Direktor THW erlässt für die Aufbau- und Ablauforganisation THW-Richtlinien.In diesen Richtlinien wird jetzt auch die viele Jahre nicht eingeführte Position eines THW-Kreisbeauftragten dahingehend bestimmt, dass er vor allem der Vertreter sowie ein Fachberater des THW im KatS-Stab des Hauptverwaltungsbeamten zu sein hat, wie er hierfür in der KatS-Organisation-Vwv von 1972 vorgeschrieben wurde.
03.05.1974 Am Vorabend des Helfertages des THW in Goslar wählen die elf Landessprecher aus ihrer Mitte den Bundessprecher. Es ist Peter Merck, Landessprecher für Hessen und THW-Ortsbeauftragter für Darmstadt.
04.05.1974 THW-Helfertag in Goslar. Die Veranstaltung, an der 600 THW-Helfer aus allen Landesverbänden teilnehmen, bietet Gelegenheit zu Vorführungen, Besichtigung von Fahrzeugen und Gerätschaften, nicht zuletzt aber der Vorstellung von Mustern einer neuen Dienstbekleidung in taubenblauer Farbe. Bundesinnenminister Genscher und die THW-Helfer äußern sich zufrieden über den endlich zugestandenen Fortschritt.
31. 12.1974 In Äthiopien ist der Einsatz des THW ohne Unterbrechung fortgeführt worden.
1975 THW-Fachhelfer werden für den Bau von Behelfsstrassen in Äthiopien (Provinz Wollo), die der Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten zu dienen hatten, eingesetzt.
12.01.1975 Zum Bau von vier ‚Bailey-Brücken für den Straßenverkehr begeben sich 31 THW-Helfer für die Dauer von 33 Tagen nach Ruanda. Es handelt sich hier um Arbeiten für eine Verkehrserschließung zur dringend benötigten besseren Versorgung der ländlichen Bevölkerung.
1975 Eintausend THW-Helfer sind mit mehren tausend Helfern anderer Hilfsorganisationen und Einheiten der Bundeswehr während einer Woche zur Bekämpfung großflächigere Brände in der Lüneburger Heide eingesetzt.Infolge der Erfahrungen aus dieser Waldbrand-Katastrophe erließen die Länder zuständigkeitshalber für den so genannten friedensmäßigen Katastrophenschutz die Länder-Katastrophenschutzgesetzte in Anlehnung an das Bundes KatSG.In den Länder-KatSG erfährt das THW als eine besonders zur V-Fall Vorsorge konzipierte Hilfsorganisation des Bundes keine weit reichende Berücksichtigung.
17.09.1975 Bundesinnenminister Prof. Dr. Werner Maihofer stiftet mit Genehmigung des Bundespräsidenten durch Erlass das Ehrenzeichen des Technischen Hilfswerks in zwei Klassen (Gold und Silber).
4. Oktober 1975 Der 3. Bundeswettkampf des THW findet in Kiel-Schiksee statt. Zeitweilig stark böiger Wind droht den Wettkampf zu stören. Sieger wird die Mannschaft des THW-Ortsverbandes ???Im ‚Anschluss an den Wettkampf händigt der Bundesminister des Inneren neun langjährig verdienten ehrenamtlichen des THW das neue Ehrenzeichen in Silber aus. Das erste Ehrenzeichen in Gold bekommt Dipl. Ing. Erhard Schmitt, Direktor der Bundesanstalt des Technischen Hilfswerkes von 1. Juli 1970 bis zum 30. September 1977, für sein wissenschaftlich-technisches Wirken für den Katastrophenschutz.
31. 12. 1975 Der Einsatz in Äthiopien ist während des ganzen Jahres fortgesetzt worden. Das THW beaufsichtigt den Bau von Anschlussstrassen zu den Gesundheitsstationen durch einheimische Kräfte
06.02.1976 Der längste Auslandseinsatz in der Geschichte des THW wird beendet. Fast zweieinviertel Jahre lang haben insgesamt 114 THW-Helfer dazu beigetragen, die Not der von der Dürre betroffenen Menschen in Äthiopien zu lindern und durch „Hilfe zur Selbsthilfe“ einheimische Kräfte aktiviert.
1977 Mit einem neuen ‚Geschäftsverteilungsplan wird die neue, nur administrative Position der Geschäftsführer zwischen den Landesbeauftragten und den Kreis- und Ortsbeauftragten festgeschrieben.
1977 Das Bundesamt für Zivilschutz (BZS) gibt nach Erprobungszeiten die Musterausbildungspläne für die Vollausbildung des KatS-Bergungsdienstes heraus
11.06.1977 Beim vierten Bundeswettkampf des THW, in Saarlouis, geht es um die Aufgabe „Bergen von Personen und Sachgütern mit Wasser- und Landfahrzeugen“. Außerdem wird den Zuschauern, darunter 1.000 THW-Helfer eine Fahrzeug- und Geräteschau geboten. Siegermannschaft ist der Ortsverband Völklingen. Damit hat der Landesverband Saarland bewiesen, dass er die anderen Landesverbände trotz ihres Gründungsvorsprungs von etwa sechs Jahren ausbildungsmäßig eingeholt hat.
29.09.1977 Dipl. Ing. Hans Zielinski, Direktor des THW vom 01.04. 1962 bis zum 30.06.1970 sowie vom 10.07.1974 an erneut, zugleich Vizepräsident des Bundesamtes für Zivilschutz wird in den Ruhestand verabschiedet. Trotz persönlich-dienstlichen Unbills hat er frohe Zuversicht ausgestrahlt und sich Ansehen bei den THW-Helfern erworben. Nachfolger ist Dipl. Ing. Hermann Ahrens, bisher Leiter der Berufsfeuerwehr Wuppertal.
29.04.1978 An der bretonischen Küste werden nach der Ölkatastrophe des Tankers „Amoco Cadiz“ 42 THW-Helfer zur Unterstützung der Feuerwehr bei der Ölschadensbekämpfung zu Einsatz gebracht. Dieser Einsatz bringt nicht nur Nachbarschaftshilfe über die Grenze hinweg, er führt auch für Feuerwehr und THW zu wertvollen Erfahrungen bei der Ölschadensbekämpfung an der zumeist felsigen Küste.
25.08.1978 Das Technische Hilfswerk ist 25 Jahre alt.
09.06.1978 Der fünfte Bundeswettkampf findet in Arnsberg statt. Es geht für die elf Mannschaften aus den Landesverbänden um Aufgaben aus dem Fachdienst Bergung. Verführungen und Präsentationen runden das Bild von den Einsatzmöglichkeiten des THW ab. Die Mannschaft vom Ortsverband ??? erringt den Pokal des Bundesministers des Inneren.
08.01.l980 Hans-Dietrich Genscher wird für seine Verdienste um die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, die er sich in den Jahren 1969 bis 1974 als Bundesminister des Inneren erworben hat, mit dem Ehrenzeichen des THW in Gold ausgezeichnet.
05.08.1980 In Somalia beginnt eine Reihe von Einsätzen, die das THW im Auftrag des Hohen Flüchtlingskommissars der Not von Flüchtlingen ausführt. Es handelt sich vor allem um die Aufbereitung von Trinkwasser.
16.05.1981 Der Wettkampf des THW um den Pokal des Bundesministers des Inneren findet in Hamburg statt. ‚Erstmals werden drei parallele Wettkämpfe in den ‚Fachbereichen „Bergung“, „Instandsetzung“ und „Jugendarbeit“ durchgeführt. Es sind also 33 Mannschaften mit zusammen 429 THW-Helfern und Junghelfern beteiligt. Sieger sind die Wettkampfgruppen aus ???
22.10.1982 Mit 75 Helfern wird das THW in Beirut, Libanon eingesetzt, um die teilweise zerschossene Ringwasserleitung und andere Teile des Trinkwasserversorgungsnetzes der libanesischen Hauptstadt instand zusetzen, Der Einsatz dauert 27 Tage.
25.08.1983 Dreißig Jahre nach der Errichtung der Bundesanstalt stellt das THW im gesamten Bundesgebiet:-          843 Bergungszüge-          257 Instandsetzungszüge-          18 ABC-Züge-          48 Fernmeldezüge-          65 Pontongruppen-          33 Brückenbaugruppen-          800 sonstige Gruppen und Trupps mit speziellen Aufgaben wie z. B. Versorgung, Verpflegung usw.
18.06.1983 Beim 7. Bundeswettkampf, diesmal in Darmstadt, sind Aufgaben des Fachdienstes Instandsetzung zu lösen, während die Junghelfer Bergungsarbeiten durchführen müssen. Die Mannschaften aus Theley, Saarland und Lüchow, Niederachsen errangen den Sieg.
06.11.1984 In Äthiopien beginnt ein Einsatz zur Instandsetzung von Lastkraftwagen; er endet nach 30 Tagen. Vier weitere Teileinsätze folgen im Verlauf des Jahres 1985. Die Teams des THW umfassen jeweils 20 bis 26 Helfer.
18.01.1985 Neben weiteren Teileinsätzen in Äthiopien beginnen Einsätze im Sudan, die der Trinkwasserversorgung von Flüchtlingen dienen. Diese Einsätze sind vom UNHCR veranlasst.
21.09.1985 Auf Grund eines Erdbebens in Mexico-City wird das THW mit 44 Helfern für Bergungsarbeiten eingesetzt. Die Einsatzmannschaft besteht aus einem Bergungszug mit 38 THW-Helfern, verstärkt durch 7 Hundesführer mit 6 Rettungshunden der Feuerwehr aus Rheinland-Pfalz, durch 6 Hundeführer mit Hunden aus Nordrhein-Westfalen sowie 5 Rettungssanitäter des Arbeiter-Samariter-Bundes aus Niedersachsen
29.09.1985 Die Bilanz nach einwöchigem harten Einsatz in den Betontrümmern: 26 Personen gerettet, über 100 Tote geborgen.Dieser Einsatz bringt wertvolle Erkenntnisse für die Bergungsausstattung und für organisatorische Maßnahmen.im Hinblick auf Einsätze des THW nach Erdbeben. Daher erteilt das Bundesministerium des Inneren die Weisung, eine Schnelleinsatzeinheit „Bergung“ im Ausland zu schaffen.
Mai 1986 Der Bund verstärkt den Katastrophenschutz. Das THW erhält 89 Bergungsräumgeräte. Es handelt sich um vierrädrige Knicklader mit 94 KW starken Motor und verschiedenen Anbaugeräten für eine vielseitige Anwendung im Katastrophenschutz Fachdienst „Bergung“.
12.04.1987 Auf Veranlassung des _Auswärtigen Amtes baut das THW bei Lumhagues, Ecuador, nach einem Erdbeben eine Seilbahn über einen 100 m breiten Fluss und einen Hängesteg über eine 30 m breite und 100 m tiefe Schlucht.
1988 Nach einem Erdbeben in Armenien wird auch das THW überraschend in der Sowjetunion eingesetzt. Dieser erste internationale Einsatz, an dem das THW in nennenswerten Umfang beteiligt ist, bringt nicht nur den betroffenen Menschen Hilfe, er fördert auch ihre Zuversicht. Das THW zieht mit insgesamt 124Helfern in drei Teams nacheinander ein und trägt zur Verbesserung der politischen Beziehungen bei. Michail Gorbatschow dankt anlässlich seines Besuches in Bonn dem THW Direktor Gerd Jürgen Henkel, persönlich für die Leistung der Helfer und bekundet sein Interesse an der Idee und am Hilfeleistungssystem des THW.
15.11.1989 Der Deutsche Bundestag verabschiedet das Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Helfer der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW-Helferrechtsgesetz). Damit ist ein bedeutender Schritt vollzogen, das THW hat seine gesetzliche Grundlage.
Januar 1990 Das THW beteiligt sich spontan im Zuge der „Wende-Aktion“ an der Beseitigung des innerdeutschen Sperrzaunes, gemeinsam mit Bundesgrenzschutz und Grenztruppen der DDR. Im Eckertal bei Goslar werden vom THW zunächst Behelfsbrücken und Stege, danach eine D-Brücke für den nun über Nacht anlaufenden Straßenverkehr gesetzt.Ein deutsch-deutscher Brückenschlag.
10. 07.1990 Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble stiftet als dritte Klasse des Ehrenzeichens des Technischen Hilfswerks das Ehrenzeichen in Bronze (Medallie).
22.08.1990 Das Technische Hilfswerk besteht 40 Jahre.
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