Jan

2017

Persönlichkeiten der THW-Geschichte: Georg Paul Julius Feydt

Georg Feydt wurde am 30. Dezember 1907 in Dresden geboren, er war der langjährige Leiter der Bundesschule des Technischen Hilfswerks in Marienthal und Leiter der Bundesschule des Katastrophenschutzes in Ahrweiler.

Über 18.000 THW-Helfer haben bei ihm die Schulbank gedrückt und wenn sein Name in einem Fachgespräch fiel, erübrigte sich jede weitere Erklärung. Man sah und hörte ihn wenig, aber man sprach von ihm. Georg Feydt, Oberingenieur und Leiter der THW-Bundesschule in Ahrweiler, verstand nicht nur sein Fach, sondern besaß auch das seltene Geschick, Menschen zu führen.

In einem Gespräch in den Räumen der Bundesschule ließ sich Georg Feydt in die Karten schauen: „Der Sinn des Lehrens ist nicht, dass es gelehrt, sondern wie es gelehrt wird,“ plauderte der Leiter aus der Schule. „Wichtig ist dabei, dass der Helfer nicht für die Prüfung lernt, sondern später sein Ortsverband und er selbst von diesem Lehrgang profitiert.“

Die Wiege von Georg Feydt stand am 30. Dezember 1907 in Dresden. Schon in jungen Jahren kristallisierten sich bei ihm technische Talente heraus. Er besuchte die „Höhere Technische Lehranstalt“ in Mitweida und trat später beim „Sachsen- Werk AG“ bei Dresden als Assistent unter dem damaligen Chefelektriker Dr. Wolf ein.  Nach dem Tode seines Vaters musste er umsatteln und im elterlichen Genussmittelbetrieb als Betriebsleiter und später als Mitinhaber einspringen.

Bereits 1932 kam er das erste mal mit der „Technischen Nothilfe“ in Berührung und wurde ehrenamtliches Mitglied. Im Laufe der folgenden Jahre wurde er nach den entsprechenden Lehrgängen zum Unterbereichsführer Sachsen Ost ernannt und mit der Aufstellung der Instandsetzungseinheiten des Sicherheits- und Hilfsdienstes (später Luftschutzpolizei) beauftragt.

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1939 ereilte ihn die Verpflichtung zum Notdienst als Kriegsverstärkungspersonal unter dem Generalmajor der Polizei, Josef Fornoni. Ab 1942 baute Georg Feydt die Reichsschule in Dresden auf und war als Lehrkraft an der Reichsschule für Technik-, Bergungs- und Rettungsdienst tätig. Beim Angriff auf Dresden am 13. Februar 1945 war er als Einsatzleiter tätig.

Nach dem Kriege baute er die eigenen Betriebe wieder auf, wurde 1948 aber enteignet und folgte am 20. Juli 1951 dem Ruf in den „Aufbaustab des zivilen Ordnungsdienstes“ im Innenministerium.

Bereits 1950 war der Aufbau der THW- Bundesschule Marienthal in Angriff genommen worden. Am 1. Februar 1953 wurde Georg Feydt mit der Leitung dieser Schule beauftragt.

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Schulleiter Feydth (2. von links) begutachtet Arbeiten mit der Sauerstofflanze im Teufenbachtal / Bereich Marienthal

1952 war er maßgeblich mit der Entwicklung der Einsatzfahrzeuge für das Technische Hilfswerk beauftragt.

Für seine Verdienste um den Aufbau des Technischen Hilfswerks erhielt er im Dezember 1954 das THW-Helferzeichen in Gold.

Im Zeitraum von 1960 bis 1962 wurde die Schule Marienthal nach Ahrweiler verlegt, der im Jahre 1968 die Schule in Moers (Technik) angegliedert wurde, ebenfalls unter der Leitung des Oberingenieurs.

Georg Feydt war auch Inhaber von zahlreichen Patenten, die heute noch im Zivilschutz Verwendung finden. Als Fachschriftsteller hat er durch viele Buchveröffentlichungen und als Mitarbeiter unzähliger Zeitschriften auf dem Gebiet des Katastrophenschutzes große Beachtung gefunden.

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Er leitete in seiner Dienstzeit rund 94 hauptamtliche Mitarbeiter, die in ihrem „Vorgesetzten“ aber eher einen „Teammanager“ sahen. Am 14. Juni 1967 wurde er zum Ehrenmitglied im „Englischen Institut der zivilen Verteidigung“ in London und 1970 zum Mitgliedschaftsvorsitzenden für Deutschland für die „Internationale- und Erste-Hilfe-Vereinigung“ ernannt.

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Georg Feydt beim Bundeswettkampf in Worms 1971

Der ständig steigende Bedarf an Spezialisten und Führungskräften im THW führte 1960 – ebenfalls in Marienthal – zur Gründung der ersten zentralen Ausbildungsstätte des Bundes für den Luftschutzhilfsdienst und für das THW. Als auch diese Schule aus allen Nähten platzte, erfolgte 1965 der Umzug nach Ahrweiler in das Barackenlager. 1968 wurde auch die fachtechnische Schule der Bundesanstalt THW in Moers aufgelöst. Ihre Aufgaben wurden ebenfalls von der Schule in Ahrweiler übernommen. 1971 wurde dann mit dem Neubau der Katastrophenschutzschule des Bundes, kurz KSB genannt, begonnen.

Leider konnte Georg Feydt die Fertigstellung des Neubaus nicht mehr miterleben. Kurz vor Vollendung seines 65. Lebensjahres starb er am 16. April 1972 in Bad Neuenahr völlig unerwartet.

Das Technische Hilfswerk verlor mit Georg Feydt einen Freund und Berater, dessen Wirken auch über die Grenzen Deutschlands hinaus unvergessen sein wird.

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Exkurs: In Kiel gibt es auch einen Georg-Feydt-Weg.

Als die Landeshauptstadt KIEL 1976 kein Geld hatte, die Zuwegung zum Katastrophenschutzzentrum zu bezahlen, sprang hier der Bund ein, um neben den 4,2 Millionen DM für die Liegenschaft auch die 600.000 DM für die Straße zu übernehmen. Verständlicherweise setzte sich das THW dafür ein, in diesem Zusammenhang einen THW-Mann als Namensgeber einzubringen und so wurde die Zuwegung zum jetzigen THW-Zentrum der Georg-Feydt-Weg.   Quelle und Bild: Karl Hübner

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